Arbeitseinsatz vom 12. September 2026

Von Christoph Gerber 13 September 2026

Eigentlich stand für unseren 5. Arbeitseinsatz das Pflanzen der im kantonalen Forstgarten in Rodels reservierten Arven und Lärchen auf dem Programm. Doch die Natur hatte andere Pläne. Trotz vereinzelter Gewitter war der Boden im Tröswald in der Tiefe staubtrocken. An den nach Süden exponierten Hängen wären die zarten Pflänzchen im Nu verdurstet, weshalb wir unseren Arbeitsort kurzentschlossen ins Nimmeliweiss verlegten. Unter den acht hochmotivierten Helferinnen und Helfern durften wir an diesem Tag auch ein neues Gesicht begrüssen. Wir alle freuten uns, Cristina Fisler kennenzulernen. Als Regionalforstingenieurin ist sie für das Rheinwald zuständig und damit für unsere Projekte eine wichtige Ansprech-person.

An diesem klaren Spätsommertag tauchten wir ein in die frische Morgenstimmung im Nimmeliweiss. Noch lag der Wald im Schatten, doch schon bald drangen die ersten Sonnenstrahlen durch die Baumwipfel, und die morgendliche Kühle wich einer angenehm warmen Arbeitstemperatur. Zuerst befreiten wir auf dem Weideland freistehende Arven von enganliegenden Gittern und altem Stacheldraht. Damit die Bäume gut geschützt sind vor Wildverbiss, errichteten wir unter scharfer Beobachtung einer Ziegenherde stabile Einzelumzäunungen. Wir sind alarmiert, denn die Ziegen haben am Waldrand grosse Fichten regelrecht geschält - vom Stamm bis hinunter zu den Wurzeln. Im angrenzenden Arvenwald fällte Andreas mit der Motorsäge Konkurrenzbäume wie Fichten, Weiden und Birken. Nun haben die Arven wieder mehr Licht und Platz, um sich schön zu entfalten.

Nach der verdienten Mittagspause vor dem alten Kuhstall widmeten wir uns dem Schutzzaun um den Arvenwald. Die morschen Pfähle mussten ersetzt und das noch intakte Maschendrahtgeflecht, wo immer möglich, wiederverwendet werden. Zu Beginn kamen wir zügig voran. Doch je weiter wir uns den steinigen und unwegsamen Stellen näherten, desto langsamer ging es vorwärts. Die Müdigkeit war inzwischen deutlich spürbar, aber der Zaun musste noch lückenlos geschlossen werden, um sicherzustellen, dass die Arven vor Wildverbiss geschützt sind. Jetzt nur noch das Altmetall entsorgen - und schon liessen wir beim anschliessenden Nachtessen wieder einen erfolgreichen Arbeitstag ausklingen.