Arbeitseinsatz vom 23. August 2025

Von Christoph Gerber 26 August 2025

Bei unserer Pflanzaktion im Frühling im Tröswald war ich zunächst unsicher, ob sich der Bergahorn gut entwickeln würde – seine feinen Wurzeln lagen teilweise einen ganzen Tag lang in der prallen Sonne. Ein Kontrollgang hat nun gezeigt, dass sämtliche Bäumchen gut angewachsen sind und bereits bis zu 40 cm lange Triebe gebildet haben. Weniger erfreulich lief es bei den Arven: Sie fielen den aussergewöhnlich trockenen und heissen Monaten Mai und Juni zum Opfer – rund 80 Prozent der Pflanzen sind vertrocknet.

In Absprache mit dem Förster und dem Forstgarten in Rodels pflanzten wir nochmals 55 Arven in die bestehenden Pflanzlöcher. Die Erfolgschancen stehen diesmal besser. Da die Wachstumsperiode im Spätsommer fast abgeschlossen ist, benötigen die zarten Bäumchen deutlich weniger Wasser. Gleichzeitig haben die Wurzeln noch genügend Zeit, sich vor dem Winter im Boden zu verankern und so dem Herausreissen durch Kriechschnee zu trotzen.

Wir waren alle erstaunt, wie stark sich der Wald seit dem Frühjahr verändert hatte. Das steile Gelände mit Wurzelstöcken, Himbeerstauden, Asthaufen und Felsbrocken kannten wir bereits. Neu war jedoch, dass wir uns nun zusätzlich durch mannhohes Gras kämpfen mussten – beinahe im Blindflug – um zu den Baumschutzhüllen zu gelangen und die verdorrten Arven zu ersetzen.

Den Nachmittag verbrachten wir mit Arbeiten in der Halte oberhalb Hinterrhein. Unsere Aufgabe bestand darin, den alten Zaun zu entfernen und die verbliebenen Arven mit Einzelumzäunungen vor Wildschäden zu schützen. Zu den zehn anwesenden Vereinsmitgliedern gesellten sich drei neue Gesichter: Karin, Mike und ein Schilter 1500, der sich rauchend und schnaufend in die Nähe unseres Arbeitsplatzes hinaufkämpfte. Das Herauslösen des im Gras verfangenen Maschendrahtzauns erwies sich als harte Knochenarbeit. Am Ende des Tages waren wir glücklich und zufrieden über unsere geleistete Arbeit und die schönen Stunden, die wir gemeinsam in der Natur verbringen durften.