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Klimawandel - Für die Arve zu schnell

Die Arve könnte in der Schweiz teilweise verschwinden – dies zeigt eine Untersuchung des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (ISLF Davos). Ihre lange Lebensdauer ist möglicherweise nachteilig für die Anpassung an den Klimawandel. Aufgrund ihrer Kältetoleranz wächst die Arve an der oberen Waldgrenze. Infolge der Erwärmung wird der Nadelbaum allenfalls durch schneller wachsende Arten wie die Fichte oder die Kiefer verdrängt. Ihre Rettung könnte sein, höher zu wandern. Aber Wissenschaftler bezweifeln, dass die Arve dazu in der Lage ist. Denn sie kann bis zu 500 Jahre alt werden, und sie wird erst im Alter von 40 – 60 Jahren fortpflanzungsfähig. Die Zapfen, die heute für die Fortpflanzung sorgen, stammen deshalb von Exemplaren, deren Keimlinge möglicherweise noch an das kühlere und feuchtere Klima der damaligen Zeit angepasst sind. Genetische Analysen haben ergeben, dass junge Arven in höher gelegenen Teilen des Waldes gut für die Anpassung an den Klimawandel gerüstet sind, nicht aber junge Bäume, die weiter unten wachsen. Die Art könnte daher teilweise verschwinden.

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Der Arvenpflanzer im Rheinwald

Um den geplünderten Arvenwald im oberen Hinterrheintal (GR) wieder aufzubauen, sind in den letzten 40 Jahren auf Initiative des St. Galler Chirurgen Theo Gerber Tausende von Bäumen gepflanzt worden. Private und das zuständige kantonale Forstamt haben dabei eng zusammen gearbeitet. Jetzt kann der Tannenhäher das Langzeitprojekt übernehmen.

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Wiederherstellung des Arvengürtels

Die steigende Bedeutung eines intakten Arvengürtels als Bannwald insbesondere zur Regulierung des gestörten Wasserhaushalts wegen Gletscherrückgangs rechtfertigt die vorliegende Arbeit. Die notwendigen Grundlagen zur Wiederherstellung des Arvengürtels im Rheinwald werden besprochen. Von 1974 bis 2006 sind total 453215 Bäume im Rheinwald ausgepflanzt worden, darunter 65935 Arven. Hinzu kommen weitere 14000 Arven aus privater Baumschule Nufenen oder privatem Zukauf. Das zunehmende Arvennüsschenangebot verlockt den Tannenhäher dazu, seine Vorräte wieder vermehrt im Rheinwald statt im Schams anzulegen und ganzjährig im Tal zu bleiben.

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